Forschungstagung | call for papers

Perspektiven und Zukunft der Forschung zum Lehren und Lernen an Hochschulen

Das Thema

Forschende aus den verschiedensten Disziplinen beschäftigen sich mit dem Lernen und Lehren an Hochschulen. Die Pädagogische Psychologie untersucht individuelle Charakteristika von Hochschullehrenden und Studierenden und deren Bedeutung für Lehr- und Lernprozesse. Hochschul- und Mediendidaktiker/-innen analysieren Lehr-Lernarrangements, deren Wirkungen wie auch Rahmenbedingungen. Die soziologische Hochschulforschung befasst sich mit den politischen, institutionellen und organisatorischen Aspekten (auch) von Hochschullehre.

In den letzten Jahren ist die Anzahl von Forschenden gewachsen, die sich mit dem Thema Hochschullehre nicht nur punktuell, sondern kontinuierlich sowohl theoretisch als auch empirisch auseinandersetzen und Beiträge an verschiedenen Tagungen und Konferenzen leisten. Forschende, die sich in mit Hochschullehre aus einer genuin didaktischen Perspektive befassen, beginnen aber erst allmählich, ein stabiles forschungsorientiertes Netzwerk zu bilden. Unter den mit Bildung sich befassenden Wissenschaften und Fachgemeinschaften[1] stellt die hochschuldidaktische Forschung tendenziell noch einen Randaspekt dar. Umgekehrt erweist es sich mitunter als herausfordernd, mit forschungsorientierten Beiträgen Resonanz in Gesellschaften zu finden, die sich vorrangig der Bildungspraxis widmen wollen.

Ziel der Veranstaltung Perspektiven und Zukunft hochschuldidaktischer Forschung ist es, Forschenden, die sich mit dem Thema Lernen und Lehren an Hochschulen befassen, eine Plattform zum wissenschaftlichen Austausch im deutschsprachigen Raum zu bieten. Die Veranstaltung setzt einen klaren Akzent auf Forschung in Abgrenzung zu Praxiskonzepten, Erfahrungsberichten und Serviceangeboten. Zugleich wird Wert auf methodologische Offenheit und forschungsmethodischen Pluralismus gelegt.

Wir wollen vor diesem Hintergrund all diejenigen Forschenden zusammenbringen, die zum einen ihre theoretischen oder empirischen Vorhaben und Projekte untereinander teilen wollen und die zum anderen ein Interesse daran haben, ein Netzwerk für hochschuldidaktische Forschung aufzubauen.

Folgende Vorhaben eignen sich für die Veranstaltung:

  • Empirische Untersuchungen zu Lehrenden und Studierenden (z.B. Lehr- und Lernmotivation, Lehr-Lernhaltungen und -strategien), zu didaktischen Methoden und Arrangements (z.B. Gestaltung und Wirksamkeit von Medien und Methoden, Einfluss und Veränderung des Lehr-Lernklimas), zu strukturellen und inhaltlichen Rahmenbedingungen auf der Mesoebene (z.B. Curricula, Programmstrukturen, Lehr-/Lernkulturen) sowie auf der Makroebene (z.B. Lehrorganisation, Qualifizierung von Lehrenden).
  • Theoretisch und methodologische Beiträge zur Verortung der Hochschuldidaktik, zur Rahmung hochschuldidaktischer Phänomene, zur Reflexion von Paradigmen und Methodiken, zur Weiterentwicklung konkreter Methoden aus dem Bereich der quantitativen, qualitativen und gestaltungsorientierten Forschung.

Die Eckdaten

Veranstaltungsort: Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen (HUL)
Veranstalter: Universität Hamburg, in Kooperation mit der Universität St. Gallen
Veranstaltungszeit: 8. und 9. September 2016
Veranstaltungsbeginn: 08.09.2016 um 12.00 Uhr
Veranstaltungsende: 09.09.2016 um 15.00 Uhr
Veranstaltungsgröße: begrenzt auf 50 Teilnehmer/innen
Veranstaltungsform: Parallel stattfindende Symposien
Veranstaltungsmedien: begleitender Blog und abschließende Publikation

Organisation der Veranstaltung

Die Veranstaltung ist so organisiert, dass verteilt auf zwei Tage insgesamt acht Symposien mit je zwei Referenten und zwei Co-Referenten stattfinden. Ein Symposium gibt Raum für zwei Vorträge zu je 30 Minuten, zwei Co-Referate zu je 15 Minuten und einer Diskussion von 30 Minuten. Wir setzen voraus, dass sich Referenten mit ihren Co-Referenten vorab austauschen, sodass auf der Veranstaltung ein fundierter Dialog geführt werden kann.

Donnerstag, 08.09.2016 Freitag 09.09.2016
12.00-13.00       Ankommen – Imbiss 09.00-11.00       Track 5 und Track 6
13.00-15.00       Track 1 und Track 2 11.00-12.00       Imbiss – Netzwerken
15.00-16.00       Pause – Netzwerken 12.00-14.00       Track 7 und Track 8
16.00-18.00       Track 3 und Track 4  14.00-15.00      Abschluss

Einreichungen

Für die Veranstaltung können Symposien eingereicht werden; es handelt sich also um Team-Einreichungen von jeweils drei bis fünf Wissenschaftler/innen. Die Einreichungen sollten 800 Wörter nicht überschreiten und folgende Punkte beinhalten:

  • Titel des Symposiums
  • Namen der Referenten und Co-Referenten und Angabe, wer moderiert
  • Fragestellung(en), die das Symposium behandeln will (Bezug zum Veranstaltungsthema)
  • Inhaltliche Angaben zu den beiden geplanten Vorträgen inklusive Co-Referaten

 

Deadline für die Einreichungen ist der 1. März 2016

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge an die Adresse: wissenschaft-bildet.hul@uni-hamburg.de.

Die Rückmeldung zu den Einreichungen erfolgt Ende Mai 2016. Es findet ein Peer Review-Verfahren mit jeweils zwei Gutachter/innen statt.

 

[1] z.B. Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF)